Geschichte
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GESCHICHTE:

9 n. Chr.: Schlacht im Teutoburger Wald, die Römer unter Varus
werden von Hermann d. Cherusker vernichtend geschlagen.
9. Jahrhundert: Christianisierung der Sachsen, Klostergründun-
gen wie Corvey, Bau vieler romanischer Kirchen.

16. Jahrhundert:
Wirtschaftliche Blüte dokumentiert durch die Bauten der Weser-
renaissance nicht nur in den Hansestädten Hannoversch-
Münden, Hameln, Höxter und Minden. (Schloß Brake bei Lemgo
und Hämelschenburg bei Bad Pyrmont sind dabei heraus-
ragend).

PERSÖNLICHKEITEN

Rattenfänger von Hameln (Sagengestalt des 13. Jhs.)
Doktor Johann Andreas Eisenbart (gest.1727 in Münden)
Karl Friedrich Hieronymus Freiherr von Münchhausen
(1720 bis 1797 in Bodenwerder)
Wilhelm Raabe (geb.1831 in Eschershausen)
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
(gest.1874 in Corvey)

ERHOLUNG MIT KUNST UND KULTUR

Unser Haus liegt unmittelbar an zwei phantastische Deutschen
Reisestraßen. Die Deutsche Märchenstraße (in dieser Region
entstanden die meisten Deutschen Märchen, hier lebten die
Gebrüder Grimm in Ebergötzen) und die Straße der Weser-
Renaissance (Schloß Brake bei Lemgo, Weserrenaissance-
Museum). Corveyer Musikwochen zu Pfingsten.


AMELUNGSBORN

Die Klosterkirche stammt aus dem 12. bis 14. Jh., sie ist die
zweitälteste Zisterziensergründung in Niedersachsen.

BEVERN

Im Kreis Holzminden gelegen. Bekannt durch das von Statius
von Münchhausen 1603-1612 erbaute Schloß, einem der
reifsten Werke der Weserrenaissance.

BODENWERDER

Geburtsort des Lügenbarons Münchhausen. Im Rauthaus befin-
det sich das Münchhausen-Museum. Die gotische Kirche geht
auf das 15. Jh. zurück. Türme und Mauern der ehemaligen Stadt-
befestigung sind erhalten.

CORVEY (5 km)

Im Jahre 822 wurde die Benediktinerabtei gegründet, die bald
ein Mittelpunkt der nordischen Mission und des politischen und
kulturellen Lebens des Landes wurde. Die riesige Kloster-
bibliothek, in der sich 1508 die ersten fünf Bände der Annalen
des Tacitus befanden, wurde im Dreißigjährigen Krieg vernichtet.
Nach fast tausendjährigem Bestehen wurde die Abtei 1803
säkularisiert. Von den alten Klostergebäuden ist nur das West-
werk mit Kapelle erhalten, die übrigen Anlagen stammen aus
dem Barock. Im Schloß sind sehenswert der Kreuzgang, ein
Kruzifix aus dem 13. Jh., die Galerie der Corveyschen Äbte, die
Bibliothek, der Sommersaal und der Kaisersaal.

BAD DRIBURG

Schöner Kurpark mit gepflegten Anlagen. Über gut ausge-
schilderte Wanderwege erreichbar die Iburg. Glasbläserei und
Glasschleiferei.

DETMOLD

Sitz des Regierungspräsidenten (80000 Einwohner), histori-
scher Stadtkern, Musikakademie, Theater, in der Nähe das
Hermannsdenkmal, Adlerwarte Belebeck und Westfälisches
Freilichtmuseum.

EXTERNSTEINE BEI HORN

Die über 30 m hohen Felsen sind als eine der größten und
geheimnisvollsten Merkwürdigkeiten des Lipperlandes an-
zusprechen. Sie mögen zur religiösen Kultstätte ausersehen
worden sein. Das Paderborner Kloster Abdinghof erwarb die
Felsen 1093, sie waren als Nachahmung der heiligen Stätten
Jerusalems gedacht. Berühmt in der europäischen Kunst ist die
in den Fels gehauene Großplastik, das Relief der Kreuzabnahme
Christi.

FALKENHAGEN
Die einschiffige, spätgotische, ehem. Klosterkirche der Kreuz-
brüder, mit hohem Dachreiter, hat ein besonders schönes, reich-
geschnitztes Chorgestühi und im Chor wertvolle Glasmalereien
(um 1500) bewahrt. Das Pfarrhaus, ein Fachwerkbau von 1509.
FÜRSTENBERG
Im ehemaligen Schloß der Herzöge von Braunschweig ist seit
300 Jahren die Fürstenberger Porzellanmanufaktur. Werks-
museum.

SCHLOSS HÄMELSCHENBURG

Im Jahr 1588 wurde das Schloß, einer der bedeutendsten Bauten
der Weserrenaissance, anstelle einer Bergfeste als Herrensitz
von Jürgen von Klencke errichtet. Es enthält eine bemerkens-
werte Porträtgalerie und Pilgerhaile. Die Dorfkirche geht auf das
Jahr 1563 zurück.

HAMELN

Seit dem 9. Jh. Sitz eines Klosters und späteren Stifts am Schnitt-
punkt wichtiger alter Verkehrswege gelegen. Berühmt wurde die
Stadt vor allem durch den "Rattenfänger". Bedeutende Bauten
der Weserrenaissance sind: Rattenfängerhaus von 1602;
Wallbaumsches Haus, heute Museum, von 1598; Stiftsherren-
haus von 1558; Hochzeitshaus, 1610 bis 1617 gebaut; das
Demptersche Haus von 1607 und das Fachwerkhaus des Rats-
herrn Timmermann von 1548.

HANNOVER

Hauptstadt des &127;andes Niedersachsen (550000 Einwohner),
größte Messestadt der Welt, Schloß Herrenhausen (1666), Sitz
von zahlreichen Behörden, Universitätsstadt, Zoo, Oper, Theater,
Wirtschafts- und Verkehrsmittelpunkt.

HERMANNSDENKMAL

Auf der Grotenburg im Teutoburger Wald, wo 9 n. Chr. Hermann
der Cherusker angeblich Varus geschlagen hat. Das 17 Meter
hohe Standbild von Ernst von Bandel wurde 1875 auf einen
Ruhmestempel gestellt (Gesamthöhe 53 m).

HÖXTER

Seit der Zeit Ludwig des Frommen bis 1803 gehörte der Ort zum
Besitz des Klosters Corvey. Das mittelalterliche Stadtbild ist gut
erhalten. Aus dem 11. Jh. stammt die Kilianskirche, eine
romanische Pfeilerbasilika, die dem Westwerkvon St. Veit in Cor-
vey nachgebildet ist. Im Jahre 1937 wurde sie erneuert und auch
neu ausgemalt. Die frühgotische·Minoritenkirche geht auf das
Jahr 1283 zurück. Das Rathaus von 1610 zeigt prächtige Schnit-
zereien und das Waagemännchen von 1260. Die Dechanei von
1561 war früher Adelshof.

Das (restaurierte) Hüttesche Haus wurde 1565 gebaut. Zahlrei-
che schöne Bürgerhäuser bieten Musterbeispiele der nieder-
sächsischen Holzbaurenaissance. Von der im 12. Jh. begonne-
nen Weserbrücke hat man einen wunderbaren Blick auf die Stadt
und den Fluß.

HOLZMINDEN (10 km)

Die Anfänge der Stadt reichen bis in das 9. Jh. zurück. Im 13. Jh.
wurde mit dem Bau der Pfarrkirche begonnen. Ende des 16. Jh.
fand ein Umbau statt,1900 wurde der Bau erweitert. Ein mächti-
ger Spitzturm krönt die Kirche. Im sogenannten Tillyhaus schlug
1609 der Heerführer sein Domizil auf. Im Heimatmuseum findet
man eine beispielhafte geologische Sammlung. Aus dem 17. Jh.
sind sehr schöne Fachwerkhäuser erhalten.

BAD KARLSHAFEN

Großzügig und planvoll legte der Landgraf Carl von Hessen im
Jahre 1699 diese Hugenottensiedlung an. Das 1718 errichtete
Rathaus diente ursprünglich als Jagdschloß, sein Festsaal ent-
hält reiche Stuckverzierungen. 1710 war das Invalidenhaus
gebaut worden. Einen Besuch lohnt das 1699 als erstes Haus
errichtete heutige Gasthaus "Zum Landgraf Carl". Die Mitte der
Stadtanlage bildet, umgeben von Grünanlagen, der Die-
melhafen.

KASSEL

Großstadt, Kurstadt, Stadt der "documenta", der größten Kunst-
schau der Welt. Sitz des Bundessozialgerichtes, Deutsches
Tapeten-Museum, Brüder-Grimm-Museum, Wilhelmshöhe mit
Herkules-Statue und Wasser-Kaskaden. Rund 240000 Einwoh-
ner, Schloß Wilhelmstal und Löwenburg.

KEMNADE

960 wurde das Benediktinerinnenkloster gegründet, dessen
Kirche St. Marien, eine dreischiffige, romanische Pfeilerbasilika,
eine schöne Innenausstattung aufweist. 1797 wurde im Quer-
schiff Münchhausen beigesetzt.

MARIENMÜNSTER

Die Kirche des ehem. Benediktinerklosters, eine romanische
Basilika, wurde im 17. Jh. zu einer Barock-Kirche umgebaut,
deren Ausstattung aus dem frühen 18. Jh. einen malerischen
Raumeindruck bietet.

NEUHAUS

Sehenswertes Schloß, interessantes Wildgehege und eine mit
viel Liebe und Sachverstand zusammengetragene naturkund-
liche Ausstellung im Waldlehrgebäude. Wintersport.

POLLE
Die Burg war seit 1285 Sitz der Grafen von Everstein,1408 fiel sie
an den Herzog von Braunschweig, im Dreißigjährigen Krieg
wurde sie von Tilly erobert,1641 von den Schweden zerstört. Das
Renaissance-Rathaus von 1654 ist mit einem auffallenden Sand-
steinportal geschmückt.

BAD PYRMONT

Schon in alter Zeit waren die Brunnen bekannt und verehrt-
zahlreiche Funde aus dem 1. und 2. Jh. sind die besten Beweise.
Heute, in der Neuzeit, Treffpunkt der nicht ganz "Großen Welt" im
Spielcasino. Das Schloß fußt auf alten Burgmauern und ist noch
von Wasser umgeben, eine freundliche,1706 bis 1720 gebaute
Residenz.

SABABURG

Im 14. Jh. im Reinhardswald vom Mainzer Erzbischof gebaut.
1460 zerstört, danach aus den Trümmern neu errichtet. In
jüngster Zeit ist die Burg, die stark baufällig war, renoviert worden
(Dornröschen).

THIENHAUSEN

Wasserburg, 1609 erbaut. Prächtiger Schaugiebel, dessen
bekrönender Schornstein in die Dekoration einbezogen ist.

TRENDELBURG

Städtchen am westlichen Rand des Reinhardwaldes. Über der
Burganlage aus dem 13. Jh. erhebt sich der 38 m hohe Bergfried.

VINSEBECK

Wasserschloß. Nach 1720 entstand die vornehme Barockanlage
der Grafen von Wolff-Metternich. An den vier Ecken der Insel
Rondelle, die auf der Zufahrtsseite zu entzückenden Rund-
pavillons hochgezogen sind. Im Innern des Schlosses schöne
alte Ausstattung (Kulisse für Filme).